Infoveranstaltung mit der Kinder- und Jugendförderung Odenwaldkreis

20140818_222110343_iOS 20140818_222124160_iOSAm 21. April 2010 fand eine Infoveranstaltung mit der Kinder- und Jugendförderung statt.

Referenten waren die beiden Jugendsozialarbeiter Gerhard Müller und Torres Carrasco

Hospizarbeit im Odenwaldkreis -Infoveranstaltung der Frauen Union

20140818_175735584_iOSDie Frauen Union Odenwald lud am 07.04.2010 zu einer Veranstaltung zum Thema „Hospizarbeit im Odenwaldkreis“ in das Gesundheitszentrum in Erbach ein. Den Gästen im vollbesetzten Mehrzweckraum bot die Podiumsdiskussion ein breites Spektrum an Informationen, die von hochkarätigen Experten der Gesprächsrunde gegeben wurden.

Die Expertengruppe setzte sich zusammen aus:

– Barbara Prystanowsky , Koordinatiorin und Stellvertreterin des Vorstandes der Hospiz-Initiative- Odenwald e.V. Erbach

– Kim Häussler, Leiterin der Sozialstation Höchst

– Dr. Hans Leinberger, Chefarzt der „Inneren“ im Kreiskrankenhaus Erbach

– Dr. Konrad Anneken, Palliativarzt

– Friedhelm Menzel, Bereichssprecher für Gesundheit-Rehabilitation-Pflege mit den Arbeitsschwerpunkten Altenhilfe und Palliative Care

– Pfarrer Reinhold Hoffmann, Leiter der Hospizgruppe Rothenberg

Alle Experten stimmten darin überein, dass die meisten Menschen am liebsten zu Hause sterben wollen, aber in Krisensituationen, wie Atemnot und Angstzuständen die Familie überfordert ist.

Im Verlauf der Gesprächsrunde wurde deutlich, dass jedoch der gesetzliche Anspruch auf Sterbebegleitung noch nicht klar geregelt ist. Zwar findet sich in der Pflegeversicherung der theoretische Auftrag, Sterbende zu trösten un dzu begleiten, dieser sei aber in der Finanzierung nicht verankert.

Die Vorbedingungen für ein sogenanntes „Palliativ-Care-Team“ und eine SAPV (spezialisierte ambulante Palliativ-Versorgung) sind im Odenwald nicht gegeben aufgrund von Bevölkerungsdichte, Entfernungen, Spezialausbildungen, Erfahrungen etc.

Dr. Hans Leinberger bedauert sehr, dass es nahezu unmöglich sei, Sterbende in die Klinik aufzunehmen. Barbara Prystanowsky ergänzte, dass durch eine fehlende Patientenverfügung, die den eindeutigen Willen des Patienten zum Ausdruck bringt, das Pflegepersonal oftmals in große Handlungsnot gelange.

Die Sterbebegleitung im Odenwaldkreis erfolgt zurzeit auf rein ehrenamtlicher Basis und wird ausschließlich durch Spenden finanziert. Die Veranstaltung machte deutlich, dass es dringend notwendig sei, eine stationäre Hospizstation einzurichten. Vorraussetzung dafür wären geeignete Räumlichkeiten und eine ausgeprägte Spendenbereitschaft aller Bürger. Die Frauen Union Odenwald wird die stationäre Einrichtung dieser Hospizstation im Odenwaldkreis mit allen Kräften unterstützen.