Podiumsdiskussion mit Staatssekretärin Petra Müller-Klepper

„Alte Positionen überwinden- Kinder in den ersten drei Lebensjahren- orientiert am Hessischen Bildung- und Erziehungsplan“

Neue Forschungen in der Entwicklungspsychologie lassen Erkenntnisse zu, die uns aufforder, über Standpunkte und Haltungen nachzudenken und damit alte Positionen zu überarbeitn bzw. zu überwinden.

In der Pädagogik ging  man davon aus, dass der Säugling hilflos schwach und absolut abhängig ist. Dies trifft für die Essensversorgung, Körperpflege und emotionale Zuwendung auch absolut zu. der Säugling war in unseren Vorstellungen aber auch „ein leeres Glas, welches gefüllt werden muss“.

Heut sagen uns die Forschung und ganz besonders der Säugling selbst, dass er mit grundlegenden Kompetenzen und einem rechen Ler- und Entwicklungspotential geboren wird. Er verfügt über kognitive Fähigkeiten und tritt von Anfang an mit der Umwelt in Kontakt. Das sind die Eltern, Großeltern, Tagesmütter oder -väter, Verwandte oder die Fachkraft einer Institution. Sie geben dem Kind eine sichere Bindung und eine gute Fachkraft-Kind-Beziehung. Diese Einbettung in emotionale Beziehungen gibt Sicherheit und spielt für das Lernen eine außerordentliche Rolle.

Entwicklung hängt vom Kontext und den Beziehungen zu anderen Menschen ab – Lernen ist ein sozialer Prozess. Effektives und lustvolles Lernen entsteht im Dialog mit anderen und deren Möglichkeit Dinge zu erfragen, zu hinterfragen, zu reflektieren, eigene Hypothesen zu entwickeln, unterschiedliche Perspektiven kennenzulernen und sich mit anderen darüber auszutauschen. So spielt die Beziehung zu gleichaltrigen auch im Säuglings- und Kindesalter eine große rolle. In sogenannten „Peer-Beziehungen“ stackt das Potential. Bei hoher Qualität des pädagogischen Angebotes wirkt sich frühe institutionelle Förderung nachhaltig positiv auf den weiteren Bildungs- und Lernweg des Kindes aus.

Die Frauen Union des Odenwaldkreises hat sich dieser Problematik angenommen.

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