Klausurtagung der Frauen Union Odenwaldkreis im Schönberger Hof, Bad König

20150117_110255834_iOS

Am Samstag den  17. Januar um 10. Uhr fand die diesjährige Klausurtagung der Frauen Union Odenwaldkreis im Schönberger Hof, Bad König, statt.  Mit vollem Elan startete die Frauen Union Odenwaldkreis in das neue Jahr. So freute sich  Kreisvorsitzende Birgit Anlauf besonders über die zahlreichen, motivierten Teilnehmerinnen. In 2 Stunden wurde das Programm für das Jahr 2015 geplant und besprochen.  Im diesjährigen  Herbstgespräch lädt  die FU   zu dem Thema  Glauben, Glaubensrituale im Islam und Christentum ein. Wie auch in der Vergangenheit ist es der Frauen Union wichtig umfasssend aufzuklären und zu informieren. Auch werden die Themen häusliche Gewalt, Hebammenproblematik, Babyklappe und Hospiz nicht aus den Augen verloren. Die Frauen Union freut sich auf ein spannendes Jahr 2015.

Werbeanzeigen

Frauen Union beantwortet Fragen zur Mütterrente

Mütterrente

Wie wirkt sich der Bezug von Mütterrente auf andere Renten, Einkommen oder Freibeträge aus?

 

Erbach, 8. Januar 2015. Mit Wirkung zum 1. Juli 2014 trat in Deutschland die Mütterrente in Kraft. Da es immer wieder zu Fragen in Bezug auf die Anrechnung der Mütterrente auf andere Renten oder Einkommen kommt, nimmt die Frauen-Union Odenwaldkreis dies zum Anlass, einige wesentliche Punkte aufzugreifen und zu erläutern:

 

Wie die Vorsitzende der Frauen-Union Odenwaldkreis, Birgit Anlauf, erklärt, ist die Mütterrente für die CDU ein Herzensanliegen und das Kernstück der Rentenreform. Mit ihr werde die Anrechnung der Kindererziehungszeit für alle Mütter und Väter verbessert, die vor 1992 geborene Kinder erzogen haben. Davon profitieren rund 10 Millionen Menschen.

Für Mütter und Väter, die nach dem 1. Juli 2014 in Rente gehen, wurde die Anrechnung der Kindererziehungszeit für vor 1992 geborene Kinder grundsätzlich um ein Jahr (auf zwei Jahre) verlängert. Diejenigen, die schon vor dem 1. Juli 2014 eine Rente bezogen haben, erhalten einen Zuschlag in derselben Höhe. Damit wird die Gerechtigkeitslücke im Verhältnis zu Geburten nach 1992 ein Stückweit geschlossen.

 

Zur Frage nach der Anrechnung bei der Hinterbliebenenrenten: Wenn die eigene Versichertenrente durch die Kindererziehungszeiten (KEZ) erhöht wird, kann es zur Anrechnung bei der Witwenrente kommen. Einkommen oberhalb eines im Gesetz festgelegten Freibetrags (derzeit 742,90 Euro in den alten Bundesländern und 679,54 Euro in den neuen Bundesländern) werden zu 40 Prozent auf die Hinterbliebenenrente angerechnet. Das ist geltendes Recht. Die Witwenrente hat Unterhaltsersatzfunktion. Damit ist auf die Witwenrente nicht (vollständig) angewiesen, wer über genügend eigenes Einkommen verfügt.

Zur Frage nach der Auswirkung auf die Grundsicherung: Die Beträge aus den Kindererziehungszeiten unterliegen auch der Anrechnung der Grundsicherung. Sie führen also im Ergebnis dazu, dass man unter Umständen auf weniger oder gar keine Grundsicherung mehr angewiesen ist, wenn die Rente aufgrund der Kindererziehungszeiten erhöht wird.

 

Zur Frage nach den Auswirkungen auf die Familienversicherung der Krankenkasse: Bei der Krankenversicherung wird das finanzielle Plus durch die Mütterrente nicht angerechnet, d.h. wer bisher beim Ehemann familienversichert war bleibt es auch weiterhin, selbst wenn der Auszahlungsbetrag der Rente durch die Mütterrente höher ist als der Freibetrag. Der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherungen hat die geltende Rechtslage zu den Auswirkungen der Mütterrente erläutert: Demnach wirken sich die Neuregelungen zur besseren Anerkennung von KEZ für vor 1992 geborene Kinder nicht auf das Fortbestehen der Familienversicherung aus. Zwar verlangt die Familienversicherung, dass der Familienangehörige kein oder nur ein geringes eigenes Gesamteinkommen hat. Für die Ermittlung des zulässigen Gesamteinkommens wird bei Renten jedoch nur der Zahlbetrag ohne den auf Entgeltpunkte für Kindererziehungszeiten entfallenden Teil berücksichtigt.

„Es kann zwar mitunter zu Abschlägen bei Witwenrente und Grundsicherung kommen“, so die Politikerin, „allerdings steht niemand durch den Bezug der Mütterrente schlechter da, als zuvor.“, erklärt Birgit Anlauf.