Wichtige Arbeit der Hebammen unterstützen Das sind die Maßnahmen des Bundesministeriums für Gesundheit

http://www.bmg.bund.de/themen/krankenversicherung/gkv-versorgungsstaerkungsgesetz/aenderungen-fuer-hebammen.html

Hebammen leisten einen unverzichtbaren Beitrag für die Versorgung von Schwangeren, Müttern und Familien. Wir brauchen eine flächendeckende Versorgung mit Hebammenhilfe und die Möglichkeit zur freien Wahl des Geburtsortes, dafür ist auch eine angemessene Vergütung erforderlich.
Zusammen mit allen Hebammenverbänden wurden in der Arbeitsgruppe „Versorgung mit Hebammenhilfe“ Möglichkeiten erörtert, wie die Situation der Hebammen verbessert werden kann. Das Bundesministerium für Gesundheit hat in der Folge Maßnahmen auf den Weg gebracht, um die wertvolle Arbeit der Hebammen dauerhaft zu unterstützen:

Schneller Ausgleich der zum 1. Juli 2014 erfolgten Prämiensteigerungen durch die Krankenkassen

Die Krankenkassen müssen für Geburten seit 1. Juli 2014 zusätzliches Geld in die Hand nehmen, um Hebammen finanziell zu entlasten. Die Krankenkassen wurden gesetzlich verpflichtet, für Geburtshilfeleistungen, bei denen typischerweise nur wenige Geburten betreut werden, zusätzliche finanzielle Mittel bereitzustellen. Die zum 1. Juli 2014 erfolgten Prämiensteigerungen für die Berufshaftpflichtversicherung der Hebammen mit Geburtshilfe wurden mit insgesamt 2,6 Mio. Euro ausgeglichen. Dadurch wird sichergestellt, dass auch Hebammen, die nur wenige Geburten im Jahr betreuen, durch die Haftpflichtprämien nicht finanziell überlastet werden. Schon zum 1. Januar 2012 wurde gesetzlich klargestellt, dass die Krankenkassen steigende Haftpflichtprämien bei der Vergütung von Hebammen berücksichtigen müssen. Dies hat bereits zu einer Steigerung der Vergütung im Sinne der Hebammen geführt.

Für Geburten ab 1. Juli 2015 sollen Hebammen durch einen dauerhaften Sicherstellungszuschlag finanziell entlastet werden.

Hebammen, die aufgrund weniger betreuter Geburten Schwierigkeiten haben, für ihre Prämie zur Berufshaftpflichtversicherung aufzukommen, und die notwendigen Qualitätsanforderungen erfüllen, erhalten durch das GKV-Finanzierungs- und Qualitätsgesetz für Geburten ab 1. Juli 2015 einen Sicherstellungszuschlag. Der Sicherstellungszuschlag entlastet Hebammen dauerhaft. Er ist eine wichtige Voraussetzung für den Erhalt einer flächendeckenden Versorgung mit Hebammenhilfe. Die Ausgestaltung der Sicherstellungszuschläge ist zwischen dem GKV-Spitzenverband und den Hebammenverbänden vertraglich zu vereinbaren. Nach der Festlegung durch die Vertragspartner werden die Sicherstellungszuschläge rückwirkend für Geburten ab 1. Juli 2015 gezahlt. Leider konnte zwischen den Verhandlungspartnern bis zum 1. Juli keine Einigung erzielt werden. Auch über den Ausgleich der zum 1. Juli 2015 erfolgten Prämiensteigerungen konnte keine Einigung erzielt werden. Der GKV-Spitzenverband hat deshalb am 25. Juni die für solche Fälle gesetzlich vorgesehene Schiedsstelle angerufen. Die Schiedsstelle soll im Regelfall innerhalb von drei Monaten entscheiden.

Anstieg der Haftpflichtprämien begrenzen

Mit dem Versorgungsstärkungsgesetz ist geregelt, dass Kranken- und Pflegekassen künftig darauf verzichten sollen, Regressforderungen gegenüber freiberuflichen Hebammen zu erheben. Das kann dazu beitragen, die Versicherungsprämien langfristig zu stabilisieren, einen weiteren Anstieg zu bremsen und Hebammen finanziell zu entlasten. Unternehmen erhalten den Anreiz, wieder attraktive Berufshaftpflichtversicherungen für Hebammen anzubieten. Zugleich bleibt sichergestellt, dass ein durch einen Behandlungsfehler geschädigtes Kind und seine Familie weiterhin die erforderliche, angemessene Hilfe und Unterstützung erhalten.

Familien können die Leistungen von Hebammen künftig länger nutzen.

Durch das Präventionsgesetz, das der Deutsche Bundestag am 18. Juni 2015 beschlossen hat, erhalten Familien die Möglichkeit, die Leistungen der Hebammenhilfe im Hinblick auf die Wochenbettbetreuung zukünftig 12 Wochen statt wie bisher nur 8 Wochen nach der Geburt in Anspruch zu nehmen, mit der Möglichkeit einer Verlängerung auf ärztliche Anordnung. Davon profitieren Mütter und Väter, weil sie die wertvolle Unterstützung durch Hebammen nach der Geburt zeitlich flexibler gestalten können. Zugleich unterstreicht die Regelung die wichtige Arbeit der Hebammen.

 

MdB Annette Widmann-Mauz zu Gast bei der FU Hessen

   
   
Am Samstag, den 18. Juli 2015, tagte der Landesvorstand der FU Hessen in Wiesbaden, geleitet durch die Vorsitzende Petra Müller-Klepper. Bei einem informativen Austausch in angenehmem Gespräch mit Annette Widmann-Mauz MdB, Kandidatin für den Bundesvorstand der Frauen-Union, ging es vor allem um die Themen, die unsere Gesellschaft zur Zeit stark bewegen. Die Diskussion um Sterbehilfe, Hospiz- und Palliativversorgung verliefen sehr informativ, im Fokus stand die Hebammen-Problematik,

aber auch über den poltischen Umgang mit Flüchtlingen fand ein intensiver Austausch statt.

Besonders wichtig war zudem ein Ideenaustausch über die weitere Förderung junger Frauen im politischen Bereich. 

Den Odenwaldkreis vertreten durften in dieser Runde die stellvertretende Vorsitzende der FU-Odenwaldkreis Tanja Maruhn, Ellen Reimherr sowie die stellvertrende Vorsitzende des JU-Gemeindeverbandes Höchst im Odenwald Catherina Singer.