„Mehr Frauen in die Politik“ Frühstückstreffen und Diskussionsrunde der Frauen Union Hanau

Am 1. Juni besuchten wir das Frühstückstreffen der Frauen Union Hanau. Zu dem Blick über den gesellschaftlichen Tellerrand mit anschließender Diskussionsrunde luden unter anderm MdL Petra Müller-Klepper, MdB Dr. Katja Leikert, Monika Klosson, Joachim Stamm und Srita Heide ein. Die Teinehmerinnen der Frauen Union Odenwald erlebten einen interessanten und kurzweiligen Morgen mit vielen netten Gesprächen.

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Fu Odenwaldkreis in Gießen auf dem Landesdelegiertentag

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„Schwarz-Grün ist Chance für frauenpolitischen Schub“Volker Bouffier und Manfred Pentz stärken Frauen den Rücken: „CDU Hessen muss weiblicher werden“Gießen-Wieseck.  Die Landtagsabgeordnete Petra Müller-Klepper führt weiterhin als Landesvorsitzende die Frauen Union (FU) der CDU Hessen, die 10.112 Mitglieder zählt. Die 57jährige gelernte Journalistin aus dem Rheingau, die seit 2006 an der Spitze der CDU-Frauen steht, wurde beim Landesdelegiertentag in Gießen-Wieseck mit einem überwältigenden Ergebnis (104 Ja-Stimmen  95,4%, 4 Nein-Stimmen) für weitere zwei Jahre an die Spitze gewählt.Die Frauen Union sieht in der Regierungskoalition von CDU und Bündnis 90/Die Grünen, die erfolgreiche Arbeit leiste, eine gute Grundlage, die Gleichberechtigung von Frauen und Männern in Hessen voran zu bringen. „Schwarz-Grün ist die Chance, einen frauenpolitischen Akzent zu setzen und der pragmatischen Frauenpolitik einen Schub zu verleihen. Es gilt, die Benachteiligungen von Frauen im Erwerbsleben abzubauen, die Anerkennung der Sorgearbeit zu verbessern und die Bekämpfung der häuslichen Gewalt zu verstärken“, erklärte Petra Müller-Klepper.Zu stellvertretenden Landesvorsitzenden wurden Annette Bars (Darmstadt-Dieburg) und die Landtagsabgeordnete Bettina M. Wiesmann (Frankfurt) gewählt. Anne Oppermann (Marburg) wurde als Schatzmeisterin im Amt bestätigt.

Als Beisitzerinnen wurden gewählt: Srita Heide (Main-Kinzig Kreis), Astrid Heller (Wiesbaden), Regina Karehnke (Wetterau), Beate Mahr (Offenbach-Land),Karina Moritz (Schwalm-Eder), Birgit Otto (Gießen), Tamara Pfaff (Fulda), Anna-Maria Schölch (Kassel-Land), Dr. Regina Sell (Hochtaunus), Sara Steinhardt (Frankfurt) und Christine Zips (Limburg-Weilburg).
Mehr Frauen in der Mitgliedschaft, Ämtern und Mandaten ist nach den Worten des CDU-Landesvorsitzenden und Hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier nicht nur das Ziel der FU Hessen, sondern der gesamten Partei. „Die Union muss weiblicher werden. Dies ist unsere gemeinsame Aufgabe.“ Solange keine Gleichstellung erreicht sei, seien Hilfsinstrumente wie das Quorum unerlässlich, gab Petra Müller-Klepper zu bedenken. CDU-Generalsekretär Manfred Pentz kündigte an, dass ein Schwerpunkt auf die Gewinnung von neuen weiblichen Mitgliedern und Kandidatinnen für die Kommunalwahl 2016 gelegt werde.

Die stellvertretende CDU-Landesvorsitzende und Staatsministerin Eva Kühne-Hörmann unterstrich, dass „Frauenförderung immer noch nötig und wichtig ist. Wir müssen die Chancen nutzen, bei zunehmendem Fachkräftemangel die qualifizierte Beteiligung von Frauen in allen Bereichen voranzubringen.“

Ab sofort vertrauliche Geburt legal möglich „Schutz für Mutter und Kind – Rechtssicherheit für Klinikpersonal“ Neues Hilfetelefon für Schwangere in Not

Odenwaldkreis. Schwangere in Not können ab sofort unter Wahrung ihrer Anonymität in einer Klinik oder bei einer Hebamme entbinden. Hierauf weist die Landtagsabgeordnete Petra Müller-Klepper, die sich als Landesvorsitzende der Frauen Union und Staatssekretärin im Hessischen Sozialministerium für eine gesetzliche Regelung der vertraulichen Geburt engagiert hat, die Bürgerinnen und Bürger im Odenwaldkreis hin. „Nach langjährigem Fordern und Ringen und mehreren erfolglosen Anläufen wird dieser Vorschlag endlich in die Tat umgesetzt“, freut sich die CDU-Politikerin. „Dies ist ein wichtiger Schritt zum Ausbau und zur Verbesserung des Hilfesystems für Frauen in Not.“

Das im Sommer vergangenen Jahres beschlossene Gesetz zum Ausbau der Hilfen für Schwangere und zur Regelung der vertraulichen Geburt ist zum 1. Mai 2014 in Kraft getreten. „Im Vordergrund steht die Hilfe für Frauen, die sich in einer akuten Notlage befinden. Sie können, auch wenn sie ihre Identität nicht preisgeben wollen, die Geburtshilfe in Anspruch nehmen. Für die betroffenen Frauen und Kinder, die sich in einer ernsten Situation befinden, kann auf diese Weise ein hohes gesundheitliches Risiko vermieden werden und die Geburt unter menschenwürdigen Umständen stattfinden“, erklärte die Landtagsabgeordnete. Mit der vertraulichen Geburt werde Frauen Hilfe angeboten, die ansonsten in ihrer Verzweiflung sich selbst und das Kind gefährden würden.

Die Zusicherung der Anonymität für eine bestimmte Dauer sei von entscheidender Bedeutung, damit die Hilfe angenommen werde. Das neue Angebot ermögliche eine geschützte und medizinisch betreute Entbindung und garantiere Müttern 16 Jahre lang die Anonymität. Die Beraterinnen begleiten die Frauen im Fall einer vertraulichen Geburt auch nach der Geburt, um ihnen bei der Lösung von Konflikten zur Seite zu stehen und ihnen Möglichkeiten zur Rücknahme des Kindes aufzuzeigen. Entscheidet sich die Frau für die dauerhafte Abgabe des Kindes, wird es zur Adoption freigegeben. Die betroffenen Kinder können dann ab dem 16. Lebensjahr ihre Herkunft erfragen.

Die Regelung schaffe Rechtssicherheit für das Klinikpersonal und alle weiteren Personen, die Hilfe leisten. „Anonyme Geburten wurden bereits in einigen Krankenhäusern praktiziert. Doch dies hat bisher in einer gesetzlichen Grauzone stattgefunden“, so Petra Müller-Klepper. Darüber hinaus werde das Recht des Kindes auf Kenntnis seiner Herkunft deutlich besser gewahrt als bei den bestehenden Angeboten der anonymen Kindesabgabe und Babyklappen.

Die vertrauliche Geburt sei kein Patentrezept, um Kindesaussetzungen und Kindestötungen zu verhindern, sondern ergänzender Bestandteil eines ganzheitlichen Hilfeangebotes. „Es geht um Hilfe in einer lebensbedrohlichen Ausnahmesituation für Frauen, die von den üblichen Beratungsangeboten nicht erreicht werden“, stellte Petra Müller-Klepper klar. „Mit der vertraulichen Geburt hat die Bundesregierung erstmals ein gesetzlich geregeltes Angebot für die Betroffenen geschaffen und damit Handlungssicherheit für Schwangere, Beratungsstellen, Kliniken und Behörden hergestellt.“

Damit die neuen Hilfen bekannt und genutzt werden, sind vom Bundesfamilienministerium begleitend zum Inkrafttreten des Gesetzes neue Informations- und Beratungsmöglichkeiten geschaffen worden:
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• Hilfetelefon „Schwangere in Not – anonym und sicher“
Ab sofort können sich Frauen, die ihre Schwangerschaft geheim halten wollen, rund um die Uhr an die Nummer 0800 40 40 020 wenden. Dort erhalten sie eine kostenlose und qualifizierte Erstberatung. Als 24-Stunden-Lotse vermittelt sie das Telefon auch an Beratungsstellen vor Ort weiter. Die Beratung ist anonym, barrierefrei und wird mehrsprachig angeboten.

Podiumsdiskussion mit Staatssekretärin Petra Müller-Klepper

„Alte Positionen überwinden- Kinder in den ersten drei Lebensjahren- orientiert am Hessischen Bildung- und Erziehungsplan“

Neue Forschungen in der Entwicklungspsychologie lassen Erkenntnisse zu, die uns aufforder, über Standpunkte und Haltungen nachzudenken und damit alte Positionen zu überarbeitn bzw. zu überwinden.

In der Pädagogik ging  man davon aus, dass der Säugling hilflos schwach und absolut abhängig ist. Dies trifft für die Essensversorgung, Körperpflege und emotionale Zuwendung auch absolut zu. der Säugling war in unseren Vorstellungen aber auch „ein leeres Glas, welches gefüllt werden muss“.

Heut sagen uns die Forschung und ganz besonders der Säugling selbst, dass er mit grundlegenden Kompetenzen und einem rechen Ler- und Entwicklungspotential geboren wird. Er verfügt über kognitive Fähigkeiten und tritt von Anfang an mit der Umwelt in Kontakt. Das sind die Eltern, Großeltern, Tagesmütter oder -väter, Verwandte oder die Fachkraft einer Institution. Sie geben dem Kind eine sichere Bindung und eine gute Fachkraft-Kind-Beziehung. Diese Einbettung in emotionale Beziehungen gibt Sicherheit und spielt für das Lernen eine außerordentliche Rolle.

Entwicklung hängt vom Kontext und den Beziehungen zu anderen Menschen ab – Lernen ist ein sozialer Prozess. Effektives und lustvolles Lernen entsteht im Dialog mit anderen und deren Möglichkeit Dinge zu erfragen, zu hinterfragen, zu reflektieren, eigene Hypothesen zu entwickeln, unterschiedliche Perspektiven kennenzulernen und sich mit anderen darüber auszutauschen. So spielt die Beziehung zu gleichaltrigen auch im Säuglings- und Kindesalter eine große rolle. In sogenannten „Peer-Beziehungen“ stackt das Potential. Bei hoher Qualität des pädagogischen Angebotes wirkt sich frühe institutionelle Förderung nachhaltig positiv auf den weiteren Bildungs- und Lernweg des Kindes aus.

Die Frauen Union des Odenwaldkreises hat sich dieser Problematik angenommen.